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Ausrichtung

Wir betreuen Kinder und Jugendliche mit Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, der Bauchspeicheldrüse, der Gallenwege und der Leber in einem multidisziplinären Team, davon fünf Ärzte mit der Zusatzbezeichnung Kinder-Gastroenterologie.

Schwerpunkte

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulzerosa) bilden hier einen großen Schwerpunkt der ambulanten und stationären Betreuung. Weitere Beispiele für Erkrankungen, die bei uns diagnostiziert und behandelt werden sind unklare Gedeihstörungen, Malabsorptionssyndrome, Zöliakie, angeborene Erkrankungen oder Fehlbildungen des Verdauungstrakts, unklare Bauchschmerzen, gastroösophagealer Reflux und (chronische) Pankreatitis.

Wir bieten endoskopische Untersuchungen (Magenspiegelung, Darmspiegelung) an jedem Wochentag an. Die Untersuchungen werden grundsätzlich durch oder in Anwesenheit eines Kindergastroenterologen durchgeführt.

Sollte eine chirurgische Therapie notwendig sein, kooperieren wir mit der Klinik für Allgemeinchirurgie mit Sektion für Kinderchirurgie des Universitätsklinikums.

Das Universitätsklinikum Essen ist Deutschlands größtes Lebertransplantationszentrum. Die Behandlung von Lebererkrankungen ist daher ein wichtiger Schwerpunkt auch unserer Kinderklinik. Es wird das gesamte Spektrum der Hepatologie angeboten. Beispiele sind Morbus Wilson, Primär Sklerosierende Cholangitis (PSC), endoskopische retrograde Cholangiopankreatikographien (ERCP), Autoimmunhepatitis, Alpha-1-Antitrypsinmangel, Mitochondriopathien, Hepatitis B und C, Gallengangatresie und andere Säuglingscholestasen, Choledochuszysten, Gefässanomalien wie Abernethy-Syndrom oder Pfortaderthrombose. Besonderheiten stellt die Erfahrung in der invasiven Diagnostik und Therapie dar. Jährlich werden rund 110 Leberbiopsien ab dem Frühgeborenenalter durchgeführt. Auch perkutane Cholangiographien oder Gefässdarstellungen sowie vaskuläre Interventionen der Leber werden in unserer Kinderklinik durchgeführt.

In unserer Klinik werden Endoskopien des gesamten Magen- und Darmtrakts einschliesslich der Gallenwege durchgeführt. Wir verfügen ausschliesslich über hochmoderne Videoendoskope, viele mit hochauflösender HD-Technologie. Besonders dünne Endoskope speziell für Säuglinge ermöglichen die Untersuchungen auch bei Früh- und Neugeborenen. Auf diese Weise kann der gesamte Magen-Darmtrakt von Kindern untersucht werden. Besonderheiten in unserer Diagnostik bestehen in einer grossen Erfahrung der Videokapselendoskopie des Dünndarms und der Säuglings-ERCP für welches wir ein spezielles Endoskop zur Verfügung haben. Hiermit ist es möglich die Gallenwege schon im Neugeborenenalter zu untersuchen. Ein häufiges Einsatzgebiet ist dabei die Diagnostik bei Gallengangatresie wodurch die Gallenwege ohne operative Eröffnung des Bauches dargestellt werden können.

Darüberhinaus werden sämtliche endoskopischen Interventionen durchgeführt: PEG-Anlage, endoskopisches Legen von Dünndarmsonden, Polyp- und Adenomenentfernung, Oesophagusvarizenbanding- oder Sklerosierung, Verödung von Gefässmissbildungen mittels APC und weitere.  

Wir bieten deutschlandweite Seminare zur Weiterbildung von ärztlichen Kollegen an.

Ein wichtiger Schwerpunkt unserer Klinik liegt in der Diagnostik und Therapie der neonatalen- und Säuglingscholestase. Da bei einigen Formen eine rasche Diagnosefindung einen positiven Verlauf beim Kind begünstigt haben wir uns darauf spezialisiert, neben sehr umfangreicher Labordiagnostik durch sonographische, szintigraphische und endoskopische Verfahren das breite Spektrum der Differentialdiagnosen gründlich und rasch bearbeiten zu können. Eine Besonderheit stellt ein eigenes Säuglings-ERCP Gerät dar mit dem die Gallenwege schon im Neugeborenenalter untersucht werden können, ohne den Bauch operativ eröffnen zu müssen.

An unserer Klinik wird ein differenziertes Konzept zur Diagnostik und Therapie von porto-systemischen Shunts (Abernethy-Malformation) angeboten.

In einem Team aus Kindergastroenterologen, Kinderchirurgen, Viszeralchirurgen, interventionell tätigen Kinderkardiologen und Radiologen werden diese Kinder besprochen und ein Therapiekonzept erstellt. Als Besonderheit wird in Essen der chirurgische oder interventionelle Verschluss dieser seltenen Shuntverbindungen angeboten, was eine Lebertransplantation zumeist überflüssig macht.

In jedem Lebensalter ist es möglich, dass es ohne vorherige Symptome zu einem akuten, sich innerhalb von wenigen Tagen oder Wochen entwickelnden Leberversagen kommt. Ursächlich können z.B. eine Infektion, ein immunologischer Prozess aber auch toxische Ursachen (Medikamente wie Paracetamol, Knollenblätterpilzvergiftung) sein. In der Hälfte der Fälle bleibt die Ursache unklar, so dass eine zielgerichtete Therapie nicht möglich ist. Manchmal können unterstützende Maßnahmen und Dialyseverfahren hilfreich sein, in einigen Fällen muss aufgrund lebensbedrohlicher Entgleisungen eine zügige Lebertransplantation angestrebt werden.  

In unserem Lebertransplantationszentrum können wir die Betreuung bei akutem Leberversagen im Kindesalter durch ein erfahrenes, interdisziplinäres Team aus u.a. Kinderhepatologen, Kinderintensivmedizinern, Kindernephrologen und Transplantationschirurgen anbieten.

Rund 25% der Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa) erkranken vor dem 18. Lebensjahr. Die Betreuung dieser Kinder und Jugendlichen stellt einen weiteren Schwerpunkt unserer kindergastroenterologischen und – hepatologischen Versorgung dar.

An unserem Zentrum können wir bereits im Vorfeld alle erforderlichen diagnostischen Schritte wie z.B. eine Ösophagogastroduodenoskopie, Koloskopie, Kapselendoskopie oder auch MR-Enterografie bei Kindern anbieten. Bei schwerem Verlauf einer CED kann eine Biologika-Infusionstherapie erforderlich werden. Biologika sind biotechnologisch (gentechnisch) hergestellte Arzneimittel, die verschiedene Regulationsmechanismen unseres Körpers gezielt beeinflussen. In unserer Infusionsambulanz (donnerstags und freitags ab 13 Uhr) können Patienten diese Therapie im ambulanten Setting erhalten.

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